S. 4 - Gedanklicher Inzest?

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An dieser Stelle setzt meine kritische Nachfrage ein:
Wie kommt es, dass es egoistischen Kapitalinteressen nach wie vor und immer wieder gelingt, sich diese Ansätze unter den Nagel zu reißen? Sie setzen uns Hamburger in recycelbaren Verpackungen vor, globale Kommunikationsmöglichkeiten kommen als Dauerwerbesendung oder Mittel strategischer Politik- und Kriegsführung daher und selbsternannte Gurus machen mit Selbstoptimierungsliteratur Milliardenumsätze.
Wie kommt es, dass die junge social-network-profilbewirtschaftende Generation feststellen muss: „Unsere [Google-Facebook-] Castings bringen immer nur dieselben Typen hervor – die so sind wie wir. Systematisch wird neuer Input ausgeschlossen. Gedanklicher Inzest ist die Folge.“[7]  

Sollten die Kritiker der Deliberation – also der öffentlichen Beratschlagung unter Mitwirkung vieler Bürger als grundlegendes Strukturelement der Demokratie - und des Modells der E-Democraty vieler Internetevangelisten Recht behalten?: Nicht dem besten Argument verhilft die ideale Sprechsituation in kommunikativer Rationalität zum Sieg (Habermas), sondern jenen Positionen, die am lautesten und extremsten vorgetragen werden.[8]

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eine Ergänzung zum Thema Journalismus + Internet

Gegen die Informationswelt von heute wirkt die des vergangenen Jahrhunderts bereits mittelalterlich. Allerdings: Wer mit ihr klar kommen will, muss umlernen und Angewohnheiten aus der Zeit der klassischen Massenmedien ablegen.

Hier linkverweis ein netter Beitrag des "elektrischen Reporters" (zdf + handelsblatt) zum Thema "Internet und Journalismus"