Katharsis

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Nein, dies soll hier kein Rückgriff auf Aristoteles Deutung der Tragödie in der Poetik sein, vielmehr die schlichte Anmerkung zu einer bekannten Webmasterproblematik:
Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind meist ausdauernde Betaversionen, ewige Fragmente. Nicht nur, dass die technische Entwicklung in der Regel jedes Projekt überholt. Eine Flut ohnehin vorhandener Möglichkeiten manövriert jedes Ergebnis zwangsläufig in immer neue Winde. Und nicht zuletzt generiert die Sache selbst ihre Endlichkeit. Wer interessiert sich schon für den Wetterbericht von gestern.
Kombinieren sich diese Umstände nun mit dem perfektionistischen Zwang, dass etwas erst 'fertig' sein soll, bevor es die (möglicherweise kritische) Öffentlichkeit erreicht, kommt es doch - na, sagen wir mal kleinen - Tragödien.
Folgen wir also dem Bedürfnis einer Website, sich auszuleben und veröffentlichen wir heute die zweite Release Alessandrows Kolumnen im wahrsten Sinne des Wortes "flügelnächtlich".
Noch sind nicht alle Inhalte der ersten Fassung übertragen und werden Betreiber und Nutzer Schwachstellen ausmachen. Aber im Sinne des Philosophen und erst recht einer Blogsoftware: "Ein (neuer) Anfang ist die Häfte des Ganzen".