Masada
Das Tote Meer, der Jordangraben, die judäische Wüste, dazwischen ein Bergmassiv, Daniela Danz und ein Text: Masada.
Wenn du dann stehst wo es still ist dass du
es merkst wenn das Denken aufhört und
das Hören anfängt wenn das Hören aufhört
und das Sehen anfängt wenn ein Vogel
fliegt wenn du als schwarzer Vogel gleitest
und schreist wenn du zu sprechen ansetzt
in der klaren Luft und von nichts sprechen
kannst als dem Licht so als wäre es das erste
Licht wenn du einen Schatten auf den Fels
wirfst und sagst mein Schatten bleibt
und der Fels vergeht wenn für jetzt wahr ist
dass es gut ist den ganzen Einsatz zu wagen
kannst du die Wüste mit Namen nennen
"... und dann taucht Danz ab und schwimmt mit kräftigen, gleichmäßigen Zügen tief hinab, zum fernen, dunklen Grund. Um sich dann, plötzlich, wieder abzustoßen und mit einem Luftholen, einem einzigen Schlussvers die Seiten zu wechseln; vom Wasser zur Luft, vom Gestern zum Heute.", schreibt Florian Illies in Die Zeit.
Meinerseits bleibt anzumerken:
Ein täglich Brot, hinreichend für manche der vor mir liegenden Wegstrecken diesen Jahres; nicht weniger und nicht mehr. Ostern.
Quellen:
- Daniela Danz, Pontus, Gedichte, Wallenstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0476-5
- Die Zeit, Nr. 13, S. 49
It look's like you don't have Adobe Flash Player installed. Get it now.
- alessandrow's blog
- Neuen Kommentar schreiben
- 705 Aufrufe